Lagrein gibt es fast ausschließlich in Südtirol. Früher eine Rebsorte für große Mengen macht der Lagrein mittlerweile mit Qualitäten von sich reden, die in der ersten Liga der Rotweine mitspielen. Über das Comeback einer alten, autochthonen Rebsorte.

Der Name Lagrein leitet sich mutmaßlich vom italienischen Vallagerina ab, womit der südliche Teil des Etschtals gemeint ist. Unstrittig dagegen, dass es sich beim Lagrein um eine autochthone, sprich einheimische, Rebsorte der Region handelt.

Um das Thema Verwandtschaft gleich mal abzuarbeiten: Laut einer Studie aus dem Jahr 2010 ist Lagrein eine natürliche Kreuzung von (Edel)Vernatsch und Teroldego.

Die Begeisterung über den Lagrein ist unmittelbar auf seine geschmackliche Charakteristik zurückzuführen. Die Rebsorte steht für ebenso körperreiche wie weiche, samtige Weine. Aromen von dunklen Beeren, von Pflaumen und Kirsche – ein wenig Veilchen – dazu milde Gerbstoffe und mäßige Säure: so schmeckt Lagrein.

Mit dieser einführenden Worten führte uns Weinbruder Georg Schermer mit ausgesuchten Lagreins durch den Abend. Das interessante an dieser Weinverkostung war die Tatsache das alle präsentierten Weine (12) ausnahmslos von allen Teilnehmern als gut trinkbar beurteilt worden sind. D.h. selbst die Weine im mittleren Preissegment konnten ohne weiteres mit der “oberen Liga” mithalten und bereiteten allen Teilnehmern “Trinkfreude”.

Zudem konnte ein weiterer Weinbruder in die “Tiroler Runde der Weinbrüder” mit Christian Wagner aufgenommen werden. Dieser wird dann beim Ordensfest (10.Mai 2025) in  Salzburg zum Ritter geschlagen. Dem Vortragenden Majordomus wurde zudem zu seinem 60igsten Geburtstag nachträglich mit einer Magnumflasche “Komtur” gratuliert.